Bild: Z thomas · CC BY 3.0
Rastatt erinnert am Montag, 9. November, an die Opfer der Novemberpogrome 1938. Die Stadt lädt alle Interessierten aus Rastatt und Umgebung zu mehreren Veranstaltungen ein. Das Gedenken findet an verschiedenen Orten in der Stadt statt.
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ist als Reichspogromnacht bekannt. Damals griffen Nationalsozialisten jüdische Menschen und ihre Einrichtungen im ganzen Deutschen Reich an. In Rastatt brannten die Nationalsozialisten die Synagoge in der Ottersdorfer Straße nieder. Sie zerstörten Wohnungen und Geschäfte von jüdischen Menschen. Viele wurden gedemütigt, bedroht oder in das Konzentrationslager Dachau gebracht.
Um 16.45 Uhr bietet Stadtarchivar Oliver Fieg eine Führung auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof an der Ecke Karlsruher Straße und Gerwigstraße an. Er erzählt von den Schicksalen einzelner Familien und erklärt die Geschichte. Um 17.30 Uhr legt Oberbürgermeisterin Monika Müller dort gemeinsam mit allen Teilnehmenden einen Kranz nieder. Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Um 18 Uhr erinnert der Verein Stolpersteine Rastatt auf dem Marktplatz an die Opfer des Holocaust. Dort werden ihre Namen verlesen und ihre Lebenswege erzählt.
Die Novemberpogrome 1938 waren eine gewaltsame Aktion der Nationalsozialisten gegen jüdische Menschen und Einrichtungen. Sie gelten als ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Holocaust. Das Gedenken an die Opfer soll an diese Gewalt erinnern und das Vergessen verhindern. Solche Veranstaltungen helfen, die Geschichte zu bewahren und aus ihr zu lernen. Die Stadt Rastatt organisiert diese Gedenkveranstaltungen, um die Erinnerung lebendig zu halten und ein Zeichen gegen Hass zu setzen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.