SymbolbildBild: H.Helmlechner · CC BY-SA 4.0
Fachkräftemangel beschäftigt Unternehmen und Kommunen in Rastatt. Am 14. Oktober trafen sich über 80 Führungskräfte und Vertreter aus Politik und Wirtschaft bei den Murgtal-Werkstätten & Wohngemeinschaften gGmbH. Die Veranstaltung organisierte Oberbürgermeisterin Monika Müller mit der Wirtschaftsförderung der Stadt.
Das Treffen stellte die Bedeutung von qualifizierten Mitarbeitern in den Mittelpunkt. Oberbürgermeisterin Müller erklärte, dass trotz Stellenabbau und wirtschaftlicher Stagnation Fachkräfte mit besonderen Kenntnissen schwer zu finden sind. Die älteren Jahrgänge verlassen die Arbeitswelt. Deshalb muss die Stadt Mitarbeiter gezielt weiterbilden und für junge Menschen attraktive Angebote schaffen.
Die Murgtal-Werkstätten präsentierten ihre Arbeit. Das Unternehmen beschäftigt etwa 1000 Menschen und ist ein großer regionaler Arbeitgeber. Es bietet Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung an. Neben der Produktion gibt es Angebote zum Wohnen und gemeinsames Leben. Außerdem hat das Unternehmen neue Arbeitsbereiche wie Digitalisierung von Papierakten, Gartenarbeit und Wäscherei aufgebaut.
Die Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt stellte ihre Unterstützung für Unternehmen vor. Sie hilft bei der Fachkräftegewinnung, beruflichen Qualifizierung und auch bei der Suche nach Fachkräften aus dem Ausland.
Die Hochschule Karlsruhe und SEW-Eurodrive zeigten das Ausbildungsmodell "StudiumPLUS“. Dieses Modell verbindet ein Bachelorstudium mit einer handwerklichen oder kaufmännischen Ausbildung. So erhalten junge Menschen wissenschaftliches Wissen und praktische Erfahrung. Unternehmen können so qualifizierte Nachwuchskräfte ausbilden.
Das Treffen bot auch Zeit für persönliche Gespräche. Bei einem Weißwurstfrühstück tauschten sich die Teilnehmer aus und diskutierten die vorgestellten Angebote. Führungen durch die Murgtal-Werkstätten gaben Einblicke in die Arbeit des Unternehmens. Das Wirtschaftstreffen zeigte, wie wichtig Zusammenarbeit und Austausch bei der Fachkräftegewinnung sind. Die Wirtschaftsförderung betonte, dass alle Beteiligten ihre Erfahrungen bündeln müssen, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
Das Rastatter Wirtschaftstreffen findet jährlich statt und bringt Unternehmen, Politik und Bildungseinrichtungen zusammen. Ziel ist es, Lösungen für die Fachkräfteprobleme zu finden und neue Ausbildungswege zu fördern. Fachkräftemangel bedeutet, dass es zu wenige qualifizierte Mitarbeiter für bestimmte Berufe gibt. Die Kombination von Studium und Ausbildung wie beim Modell "StudiumPLUS" bietet jungen Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und unterstützt Unternehmen bei der Nachwuchsförderung.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.