SymbolbildBild: Aschroet · CC0
Ein Mann hat gestern Nachmittag in einem Regionalzug auf der Strecke zwischen Mühlhausen und Erfurt randaliert. Die Tat begann nach dem Einstieg in Großengottern und endete mit seiner Festnahme in der Nähe von Schönstedt. Der 47-jährige Deutsche spuckte zwei Reisende mit Brotkrümeln an und beleidigte weitere Fahrgäste sowie das Kundenpersonal.
Der Mann stahl einen Nothammer und schlug damit gegen die Scheiben einer Kabine und die Zugtür. Er trat mehrmals gegen das Glas und warf eine gefüllte Getränkeflasche zu Boden, die zerbrach. Vor der Einfahrt in den Haltepunkt Schönstedt drückte eine Reisende aus Angst die Notbremse. Die Polizei wurde alarmiert. Der aggressive Mann entriegelte eine Tür und floh über Feldwege. Die Polizei aus Mühlhausen stellte ihn. Er leistete Widerstand. Bei ihm fanden die Beamten ein Einhandmesser.
Unklar ist, warum der Mann so ausfällig wurde. Er hatte keinen Alkohol getrunken. Seine Vernehmung und die Befragung von Zeugen sollen die Gründe klären. Der Mann wird einige Tage in einer psychiatrischen Einrichtung bleiben. Der Vorfall führte zu Störungen bei vier Regionalzügen. Insgesamt entstanden 212 Minuten Verspätungen. Die Polizei ermittelt wegen Missbrauchs von Notfällen, Beleidigung, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Beamte, Verstoß gegen das Waffengesetz und betriebsstörendem Verhalten.