SymbolbildBild: HolgerHw · CC BY-SA 3.0
Das Hochwasserrückhaltebecken am Kanzelbach in Schriesheim steht kurz vor der Planungsphase. Die Stadt plant das Becken oberhalb des Waldschwimmbads und Mühlenhofs. Die Kosten für das Projekt schätzt das Umweltministerium auf 8,6 bis 13,2 Millionen Euro. Die günstigere Variante schützt vor Hochwasser, das alle 50 Jahre auftritt. Die teurere Variante bietet Schutz bei Hochwasser, das alle 100 Jahre vorkommt.
Die endgültige Planung und weitere Kostenschätzungen sind noch offen. Das Land Baden-Württemberg kann das Projekt mit bis zu 70 Prozent fördern. Voraussetzung ist, dass der Nutzen die Kosten übersteigt. Für das Becken gibt es eine erste Nutzen-Kosten-Untersuchung. Weitere Schutzmaßnahmen oder alternative Standorte hat die Stadt geprüft. Diese Optionen waren aber nicht besser als das Rückhaltebecken oberhalb des Waldschwimmbads.
Die Umweltprüfung für das Becken ist noch nicht abgeschlossen. Deshalb sind die genauen Auswirkungen auf Natur und Naherholung noch unklar. Eine neue Informationsveranstaltung für Bürger ist noch nicht geplant. Die jährlichen Kosten für Betrieb und Unterhalt schätzt das Ministerium auf etwa 5.000 Euro. Diese Kosten trägt der Projektträger.
Das Projekt am Kanzelbach soll die Stadt vor Überschwemmungen schützen. Hochwasserrückhaltebecken speichern Wasser bei starkem Regen und geben es langsam ab. Das schützt Gebäude und Straßen vor Schäden. Die Planung solcher Becken umfasst Kosten-Nutzen-Analysen. Diese zeigen, ob sich die Investition für die Gemeinschaft lohnt. Die Umweltverträglichkeitsprüfung untersucht, wie sich das Bauprojekt auf Natur und Menschen auswirkt. Die Förderung durch das Land hilft Städten, solche teuren Schutzmaßnahmen umzusetzen.
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