SymbolbildBild: KG-Stuttgart · CC BY-SA 3.0
Die Realschule Feuerbach in Stuttgart verlagert ab dem Schuljahr 2026/2027 ihre 7. Klassen an die nahegelegene Bismarckschule. Die Entscheidung traf das Staatliche Schulamt Stuttgart wegen zu vieler Schülerinnen und Schüler. Die Schule hat statt der geplanten 12 Klassen nun 17 Klassen. Die Räume im Stammgebäude reichen nicht aus.
Die Realschule Feuerbach musste drei Eingangsklassen bilden, um allen Kindern einen Schulplatz zu bieten. Eine weitere Klasse kam in einer höheren Jahrgangsstufe hinzu. So entstanden drei Klassen mehr als geplant. Das Schulverwaltungsamt Stuttgart prüfte verschiedene Möglichkeiten wie Container oder Erweiterungen. Diese waren aber zeitlich und finanziell nicht machbar. Die Bismarckschule liegt in kurzer Entfernung und hat freie Räume mit der passenden Ausstattung.
Die Auslagerung ist nach aktuellem Stand auf zwei Jahre begrenzt. Danach hängt die weitere Nutzung von den Anmeldezahlen und Wahlen der Eltern ab. Ein Ausbau der Realschule Feuerbach ist mittelfristig geplant. Ob weitere Klassen ausgelagert werden müssen, entscheidet sich nach den Anmeldezahlen für 2027/2028.
Die Eltern wurden nach der Entscheidung informiert. Die Schulaufsicht sieht keine formelle Beteiligungspflicht bei dieser organisatorischen Maßnahme. Die Schulleitung informierte die Elternbeiräte vorab. Ein Elternbrief und mehrere Elternabende klärten Fragen zu Organisation, Schulweg und Betreuung. Fahrtkosten werden nicht übernommen, da die Schulen nah beieinander liegen. Ein Elternmonitoring ist geplant, um die Stimmung der Schülerinnen und Schüler zu erfassen.
Die Realschule Feuerbach ist als zweizügige Schule geplant. Viele Schüler aus Gymnasien wechseln an Realschulen in Stuttgart. So entstehen mehr Klassen als Räume vorhanden sind. Schulträger vor Ort sind für den Bau und die Sanierung von Schulgebäuden zuständig. Das Land Baden-Württemberg unterstützt diese Maßnahmen mit Fördermitteln. Die Auslagerung von Klassen soll kurzfristig die Raumnot lindern, bis neue Räume gebaut werden.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.