SymbolbildBild: MSeses · CC BY-SA 4.0
Die Stadt Stuttgart hat zwei Bauprojekte mit der Hugo-Häring-Auszeichnung 2026 geehrt. Die Ehrung fand am 2. November bei der Eröffnung des Architekturnovembers statt. Ausgezeichnet wurden die Sanierung des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums und der neue Betriebshof der Abfallwirtschaft in Wangen.
Das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium steht im Stuttgarter Norden. Es wurde von 1955 bis 1957 gebaut. Das Gebäude ist denkmalgeschützt. Das Architekturbüro LRO Lederer Ragnarsdóttir Oei hat es vorsichtig saniert und erweitert. Die Architekten bewahren den Stil des Nachkriegsbaus. Sie schaffen Räume für moderne Unterrichtsmethoden. So verbindet das Projekt Tradition mit zeitgemäßem Schulbetrieb.
Der neue Betriebshof der Abfallwirtschaft steht in Wangen. Das Stuttgarter Büro Birk, Heilmeyer und Frenzel hat ihn entworfen. Der Bau nutzt viel Holz und ist nachhaltig. Die Dächer sind begrünt und mit einer großen Photovoltaikanlage ausgestattet. So unterstützt der Betriebshof den Klimaschutz der Stadt. Rund 180 Mitarbeitende finden hier Sozialräume, Schulungsräume und eine Kantine. Für die Müllfahrzeuge gibt es 45 überdachte Stellplätze. Außerdem gibt es eine Waschanlage, Werkstatt und Lagerflächen.
Beide Projekte zeigen, wie man gute Architektur mit Funktion und Nachhaltigkeit verbindet. Das Gymnasium erhält ein wichtiges Denkmal und passt es an neue Anforderungen an. Der Betriebshof setzt auf umweltfreundliche Bauweise und moderne Betriebsabläufe. Die Stadt Stuttgart war Bauherrin bei beiden Projekten. Die Projektleitung hatte das städtische Hochbauamt.
Der Hugo-Häring-Preis wird seit 1969 alle drei Jahre vergeben. Er gehört zu den ältesten Architekturpreisen in Baden-Württemberg. Der Preis ehrt Architekten und Bauherren für herausragende Bauwerke. Hugo Häring, nach dem der Preis benannt ist, war ein wichtiger Architekt des Neuen Bauens im frühen 20. Jahrhundert.
Die Hugo-Häring-Auszeichnung würdigt Bauwerke mit hoher architektonischer Qualität. Die Projekte müssen funktional und nachhaltig sein. Die Sanierung von alten Gebäuden erhält wichtige Kulturdenkmäler. Neubauten können durch umweltfreundliche Materialien und Technik zum Klimaschutz beitragen. Städte fördern solche Bauprojekte, um Lebensqualität und Umweltschutz zu verbinden.
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