Bild: Julian Herzog · CC BY 4.0
Grabkapelle auf dem Württemberg
Beschreibung
König Wilhelm I. von Württemberg ließ die Kapelle nach dem Tod seiner zweiten Frau Katharina Pawlowna 1819 errichten. Sie entstand von 1820 bis 1824 nach Plänen von Hofarchitekt Giovanni Salucci, anstelle der zuvor abgetragenen Ruine der Stammburg Wirtemberg.
Vorbild war die Villa Rotonda von Andrea Palladio: Auf allen vier Seiten liegt ein gleicher Säulenportikus. Im rund 20 Meter hohen und 24 Meter durchmessenden Innenraum stehen kolossale Evangelistenstatuen aus Carrara-Marmor, unter anderem die Johannes-Figur von Johann Heinrich Dannecker; weitere Arbeiten stammen von Theodor Wagner nach Entwürfen von Bertel Thorvaldsen. Das schmiedeeiserne Gitter wurde in Wasseralfingen gegossen.
Der Hügel, auf dem die Kapelle steht, hieß früher Rotenberg und wurde 1907 in Württemberg umbenannt. Von 1825 bis 1899 diente die Kapelle auch als russisch-orthodoxe Gebetsstätte; bis heute findet dort am Pfingstmontag ein orthodoxer Gottesdienst statt. Neben Katharina sind auch Wilhelm I. und Tochter Marie hier bestattet.
Die frei zwischen Weinbergen über dem Neckartal gelegene Kapelle wird heute von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg verwaltet, die Führungen anbieten.
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Anfahrt & Karte
Öffnungszeiten & Zugang
- Gegen Eintritt zugänglich
- Öffnungszeiten saisonal begrenzt