Bild: Weinstube Zur Kiste
Weinstube Zur Kiste
Beschreibung
Das Gebäude an der Kanalstraße wurde zwischen 1740 und 1760 als Wohnhaus errichtet. 1843 erhielt der königliche Kutscher Johann Ringwald mit Unterstützung von König Wilhelm I. das Anwesen und eröffnete darin ein Bierlokal; Baumeister Eckert stockte das zweistöckige Haus dafür um ein Geschoss auf.
Nach Ringwalds Tod 1858 führte zunächst seine Witwe das Lokal weiter, ab 1875 der Wirt Emil Böhme, der eine Tochter Ringwalds geheiratet hatte. 1893 kaufte Wilhelm Bräuninger der Ältere das Anwesen; 1902 kam durch Architekt Storz ein weiteres Giebelgeschoss hinzu. Die Familie Bräuninger führte die Weinstube bis 1993, dann übernahmen die langjährige Mitarbeiterin Rose Wenger und ihre Tochter Heike Hauschke.
Das schmale, fünfgeschossige Haus zeigt Sgraffito-Putz mit weißen Ornamenten auf rötlichem Grund; ein schmiedeeisernes Zunftschild zeigt einen Träger mit goldener Kiste. Montags traf sich hier lange Zeit der „Stammtisch der Dreizehn“, dem unter anderem die Schriftsteller Hermann Mostar und Friedrich Sieburg angehörten.
Auf der Karte stehen bis heute schwäbische Klassiker wie Fleischküchle, Gaisburger Marsch und Käsespätzle, dazu Weine aus der Region – die Zur Kiste zählt zu den ältesten Weinstuben Stuttgarts.
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Anfahrt & Karte
Öffnungszeiten & Zugang
- Mo–Fr 17–23 Uhr
- Sa 11:30–16 und 17–23 Uhr