
Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
Buchvorstellung mit Dr. Christoph Raichle Grußworte von Raffael Sänger, Leiter des Liegenschaftsamtes der Landeshauptstadt Stuttgart, und Mihail Rubinstein, Vorstands- mitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs K.d.ö.R (IRGW)
Ab 1938 wurden die deutschen Jüdinnen und Juden systematisch wirtschaftlich enteignet, was einen weiteren Schritt zu ihrer völligen Entrechtung und späteren physischen Vernichtung durch das NS-Regime markierte. Jüngere Forschungen haben gezeigt, wie sehr auch die Kommunen in diesen Prozess eingebunden waren, ihn mitgestalteten und von ihm profitierten. Im Auftrag der Landeshauptstadt Stuttgart hat der Historiker Dr. Christoph Raichle untersucht, wie die wirtschaftliche Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung in Stuttgart konkret verlief und welche Rolle insbesondere die Stadtverwaltung dabei spielte. Die Ergebnisse liegen nun in Buchform vor.
Das Buch wird mit Grußworten von Raffael Sänger und Mihail Rubinstein vorgestellt. Im Anschluss begeben wir uns unter Leitung von Dr. Christoph Raichle auf einen Stadtspaziergang an die Orte einzelner Fälle der „Arisierung“ im Stuttgarter Innenstadtbereich (Dauer ca. 45 Minuten).
Dr. Christoph Raichle, geboren 1979 in Stuttgart, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Seit über 20 Jahren erforscht er die Geschichte der NS-Zeit. Derzeit arbeitet er als Historiker in der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart. Zuletzt erschien von ihm eine umfangreiche Studie zur finanziellen Entrechtung der Jüdinnen und Juden in Baden und Württemberg in der NS-Zeit durch die Landesfinanzbehörden.
Anmeldung unter stadtarchiv stuttgart de oder 0711 216-91512
In Kooperation mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs K.d.ö.R und dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
Eintritt frei
Stadtarchiv Stuttgart





