
Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
Was prägt Frauen bis heute, die in der DDR berufstätig waren? Dr. Annette Schuhmann spricht über Wissenschaftlerinnen, Gleichstellung und die Spuren ostdeutscher Erfahrungen in Beruf und Familie. 16.11.2026, 18 Uhr, Hospitalhof Stuttgart. Eine Kooperation von IZKT und Hospitalhof.
Wenn Frauen Wissenschaft als Beruf wählen, stehen sie immer noch vor vielen Hürden: gesellschaftliche Erwartungen, hartnäckige Vorurteile, strukturelle Benachteiligungen.
36 Jahre nach der deutschen Einheit gerät in der Debatte um „ostdeutsche Identität“ auch die Situation von Wissenschaftlerinnen in der DDR in ein neues Licht. Und damit die Frage, ob und inwiefern die – durchaus widersprüchliche – Gleichstellungspraxis im Osten Deutschlands ein historisch unabgegoltenes Erbe darstellt, gerade in der Wissenschaft.
Denn Berufstätigkeit war für Frauen in der DDR selbstverständlich. Zugleich mussten Frauen sich beruflich und privat immer wieder anpassen, Kompromisse eingehen und eigene Handlungsspielräume finden. Wie unterschiedlich diese Erfahrungen waren und welche Spuren sie bis heute hinterlassen, zeigt Annette Schuhmann in ihrem neuen Buch Wir sind anders! Wie die DDR Frauen bis heute prägt. Dabei geht es auch um Werte, Einstellungen und Vorstellungen von Berufstätigkeit, die über Generationen weitergegeben werden.
Gespräch mit Dr. Annette Schuhmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Projektleiterin von zeitgeschichte|online (z|o). Schuhmann forscht zur Kulturgeschichte der Arbeit und zur DDR-Geschichte. In ihrem Buch porträtiert sie 13 Frauen verschiedener Generationen und Lebenswege und fragt, wie Erinnerungen und Familiengeschichten bis heute fortwirken. Auch eigene biografische Erfahrungen fließen in ihre Auseinandersetzung mit der DDR ein.
Eintritt frei
Universität Stuttgart