
schwäbische mund.art e.V.
„Schwäbisch gschwätzt ond gveschbert!“. 58. Stuttgarter Mund.art-Stammtisch.
Zu Gast:
Dr. Markus Rösler, Landtagsabgeordneter a.D. ist ein Naturschützer mit Herz für die Mundart. 1961 in Gerlingen geboren entstammt er einer Obstbauern- und Wengerterfamilie. Röslers vielfältiger Lebensweg ging über den Zivildienst als Vogelwart an der Nordsee, das Studium der Landschaftsplanung in Berlin mit Aufenthalten in Griechenland und der DDR, seiner Idee und Promotion zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb, der Beschäftigung mit Mooren, Agrarbetrieben, Arbeitsplätzen und Klimaschutz an der Universität Greifswald, der Geschäftsführung des NABU Saarland wieder zurück in die Heimat: Von 2011 bis 2026 war er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg für die Grünen - zuständig für Finanzen, Naturschutz - und für Dialekt.
Den schwäbischen Dialekt nennt er eine seiner wichtigsten Lebenslinien. Auch daher war er - ein Mann sowohl des Wortes wie der Tat - 2019 Initiator einer interfraktionellen Parlamentariergruppe Dialekt und 2023 Initiator für die Gründung des Dachverbandes für Dialekte Baden-Württemberg (DDDBW).
Röslers Überzeugung: „Wenn Dialekt aussterba däded, däd ao a Kulturgut vorschwinda". Gemeinsam u.a. mit Willi Stächele (CDU), Andreas Kenner (SPD) und Jochen Haußmann (FDP) war er für unsere Dialekte Brückenbauer zwischen den demokratischen Fraktionen – eine Eigenschaft, die er auch in seiner Arbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz immer wieder unter Beweis stellt.
Als Landschaftsökologe und schon über 40 Jahren durchgängig ehrenamtlich beim NABU auf Bundes- und europäischer Ebene für Streuobst, Wölfe, Nationalparke und Biosphärenreservate tätig, betrachtet Rösler vielfältige Mundarten und vielfältige Landschaften als erhaltenswerte Kulturgüter - die beide Identität stiften und Heimat geben.
Der Gerlinger mit Doktortitel und Schwäbisch im Herzen ist eine der ungewöhnlichsten und beharrlichsten Stimmen aus der Politik: einer, der weiß, wo er herkommt, sich dafür einsetzt, dass wir alle das nicht vergessen - und dies humorvoll, hintergründig samt Blick über den schwäbischen Tellerrand aufzeigen wird.
Eintritt frei
schwäbische mund.art e.V.