
Dialekt Kunstverein e.V.
Einzelausstellung Mathias Weinfurter
Vernissage: 22.10.26 19:30 Uhr
Laufzeit: 23.10.– 28.11.2026
Immergrün, blickdicht, weit verbreitet: Die Thuja prägt seit Jahrzehnten die Grenzen deutscher Gärten und Grundstücke. In Mathias Weinfurters Einzelausstellung wird sie zum Sinnbild für Ordnung, Abgrenzung und pragmatische Lösungen – und deren soziale und ökologische Folgen. Ausgehend vom Fortschrittsoptimismus der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit richtet die Ausstellung den Blick auf unsere gebaute Umwelt.
Zäune, Hecken und Fassaden strukturieren Räume und regeln Zugang, Eigentum und Teilhabe. Ihre Versprechen von Sicherheit, Effizienz und Stabilität gelten nicht für alle gleichermaßen. Weinfurters Arbeiten widmen sich den Spuren gesellschaftlicher Erfahrungen, die diese Ordnung unterbrechen. Sie machen Konflikte und Aushandlungsprozesse sichtbar, die sich in die Oberflächen der Stadt einschreiben und sie fortwährend verändern.
Mathias Weinfurter (*1989) lebt und arbeitet in Köln. Er studierte an der HfG Offenbach und der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem. Seine Arbeiten waren unter anderem in der Kunsthalle Darmstadt, im Kunstverein Hannover, im Frankfurter Kunstverein, im Kunstverein Kärnten, in der artothek Köln, der Moltkerei Werkstatt und bei KOENIG2 in Wien zu sehen.
Residenzen führten ihn nach Serbien, in die Ukraine, nach Südafrika, Südkorea und Kolumbien. 2025 realisierte er mit Synnika (Frankfurt am Main) und der Grupa arhitekata (Belgrad) das interdisziplinäre Projekt PATINA zur jugoslawischen Erinnerungsarchitektur. Er ist zudem Redakteur des PFFF Journal – Magazin für Graffiti, Kunst und Kultur, herausgegeben von Studio Vierkant in Stuttgart.
Eintritt frei
Dialekt Kunstverein e.V.