
Landestheater Tübingen: Saal
nach dem Roman von Michail Bulgakow
Die Hölle bricht los auf Erden. Bewohner und Bewohnerinnen eines Mietshauses in Moskau verschwinden, der Teufel und sein sprechender Kater geben Varieté-Shows, und Menschen werden verrückt. Doch die überbürokratisierte Staatsgewalt sucht nach rationalen Erklärungen. Der Meister, ein Autor, sitzt derweil in der Psychiatrie und sehnt sich nach seiner großen Liebe Margarita. Jesus wiederum versucht vergeblich, Pontius Pilatus zu erklären, dass die Menschen ihn missverstehen und den größten Irrtum der Geschichte begehen. Am Ende aber werden Heuchelei und Korruption überall bestraft und die Heimsuchung trifft alle, außer zwei Gerechte.
Michail Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita“ gilt zurecht als Jahrhundertwerk. Seine Auseinandersetzung in unvergesslichen Bildern und Sätzen mit Staatsgewalt und Diktatur, Erlösung und Verdammnis, der Sünde der Feigheit und der Macht der Kunst erscheint hier im strahlenden Gewand eines russischen magischen Realismus.
Empfohlen ab 14 Jahren.
Foto: Peter Engel
Landestheater Tübingen