
Theater Ulm / GROSSES HAUS
Oper in fünf Akten
Religiöser Fanatismus, religiöser Hoheitsanspruch, Hass und Hetze setzen tödliche Mechanismen in Gang. In einer Zeit, in der Antisemitismus wieder mitten in der Gesellschaft spür- und sichtbar geworden ist, erscheint das Opernerbe von Fromental Halévy erschreckend aktuell.
Die Jüdin Rachel liebt den jungen Léopold, von dem sie nicht weiß, dass er der Reichsfürst und damit Christ ist. Im Gegeneinander der Religionen steht auch Rachels Vater, der jüdische Goldschmied Éléazar: Ihm droht die Todesstrafe durch den römischen Kardinal de Brogni. Doch alle Schicksale sind untrennbar miteinander verknüpft – ungeachtet der gelebten oder gefühlten Religion oder jener, in die man scheinbar hineingeboren wurde. Denn Rachel ist keine Jüdin – das weiß aber nur Éleazar ...
Fromental Halévys LA JUIVE gehört seit ihrer Uraufführung 1835 in Paris zu den erfolgreichsten Opern überhaupt, geschätzt von Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Gustav Mahler. Erst mit dem Dritten Reich bricht die Erfolgsgeschichte ab. Seit einigen Jahren kehrt das Werk auf viele Opernbühnen zurück – eine Grand Opéra der Sonderklasse: musikalisch mitreißend und überwältigend, emotional packend und hochpolitisch.
Pädagogisches Material zum Stück ist auf Anfrage bei theaterpaedagogik@ulm.de erhältlich.
Aufführungsdauer ca. 3 Stunden 20 Minuten mit Pause
Theater Ulm





