SymbolbildBild: Giorno2 · CC BY-SA 4.0
Der Gemeinderat von Villingen-Schwenningen entscheidet über die neue Planung für das Zentralbad. Die Entscheidung fällt in der Sitzung am 18. November 2026. Das Bad entsteht in Villingen-Schwenningen. Die Planung soll Sport, Familie und Freizeit besser verbinden.
Das neue Zentralbad ersetzt alte Stadtteilbäder. Es bietet mehr Schwimmflächen und längere Nutzungszeiten. Das Bad soll Schulen, Vereinen, der DLRG und allen Bürgerinnen und Bürgern dienen. Es entsteht kein reines Spaßbad, sondern eine Mischung aus Sport- und Freizeitbad.
Die bisherige Planung zeigt ein großes Bad mit mehreren Becken und Sauna. Die Kosten schätzt die Stadt auf 71,3 Millionen Euro. Das sind 16 Millionen Euro mehr als das Budget von 55 Millionen Euro. Die Stadt stellt 50 Millionen Euro bereit, die BVS fünf Millionen Euro.
Architekten prüfen eine kompaktere Variante mit weniger Verkehrsflächen. Das 50-Meter-Sportbecken bleibt mit flexibler Nutzung erhalten. Das separate Lehrschwimmbecken fällt weg. Im Freizeitbereich gibt es weiter ein 25-Meter-Becken, ein Mehrzweckbecken und ein Kinderbecken.
Rutsche, Whirlpool und Dampfkabine sind vorerst zurückgestellt. Der Freizeit- und Saunabereich soll familienfreundlicher werden. Die neue Variante kostet etwa 53,3 Millionen Euro. Nach Baukostensteigerungen sind es rund 56,2 Millionen Euro. Mit zusätzlichen Extras könnten es 58,1 Millionen Euro werden.
Im Gemeinderat diskutieren Mitglieder Einsparungen beim Saunabereich oder der Photovoltaikanlage. Ein Verzicht auf die Sauna könnte etwa vier Millionen Euro sparen. Die Sauna bringt aber Einnahmen und ist wichtig für die Attraktivität. Ein privater Betreiber ist wegen Einnahmeverlusten schwierig.
Oberbürgermeister Jürgen Roth sagt, das Bad soll Sport und Freizeit verbinden. Es muss für Familien attraktiv sein und Geld einspielen. Die Stadt sucht die richtige Balance für alle Nutzergruppen. CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Sautter nennt die Kostenentwicklung eine große Herausforderung. Er fragt, ob die abgespeckte Variante noch dem Bürgerwillen entspricht.
Steffen Ettwein von den Freien Wählern will mehr Freizeitangebote für Familien. Frank Bonath von der FDP unterstützt die neue Variante und fordert die Rutsche zurück. AfD-Vertreterin Anita Schaumann betont Schwimmenlernen und Freizeitwert. Der Jugendgemeinderat sieht das Bad als Freizeitort und fordert mehr Angebote für Jugendliche.
Geschäftsführer Gregor Gülpen berichtet, dass ein Förderantrag für Sportstätten abgelehnt wurde. Der Grund ist, dass das Bad als Neubau gilt und nicht als Sanierung. Eine neue Förderrunde ist für März 2027 geplant. Oberbürgermeister Roth warnt vor Zeitdruck wegen des alten Hallenbads. Eine Havarie kann jederzeit passieren.
Die endgültige Entscheidung über die neue Planung fällt am 18. November 2026. Dann prüft der Gemeinderat auch den Freizeitbereich für Familien und Jugendliche. Die Vorlage wurde in einer Präsentation vorgestellt.