Bild: Giftzwerg 88 · CC BY-SA 3.0
Stadtkirche St. Veit
Beschreibung
Eine Vorgängerkirche stand schon um 1360 an dieser Stelle. Im Zuge des Schlossausbaus wurde das Kirchenschiff 1605/07 nach Plänen von Elias Gunzenhäuser als manieristische Predigtkirche mit Querhallen-Anlage neu errichtet; der mittelalterliche Chorturm blieb dabei erhalten. Am östlichen Giebel sitzt ein Staffelgiebel mit einem von einem Ortgangdach geschützten Portal; das Rosenfenster darüber schuf der Künstler Walter Kohler im Jahr 1934.
1702/07 wurde der Chorturm erhöht und erhielt ein achteckiges Glockengeschoss mit Uhrwerk, gekrönt von einer laternenbekrönten Glockenhaube. Im Innern steht seit 1864/67 ein freistehender Steinaltar im östlichen Bereich, die Kanzel an der Nordwand stammt bereits von 1607. Die dreiseitig umlaufenden Emporen mit zehn Passionsbildern von 1706 sind auf die Kanzel ausgerichtet.
Die Orgel wurde ursprünglich 1760 von Johann Carl Sigmund Haußdörffer gebaut. 1933/34 erneuerte die Orgelbaufirma Friedrich Weigle die Metallpfeifen, 1971 restaurierte die Werkstatt Richard Rensch das Instrument, das heute 23 Register auf zwei Manualen und Pedal umfasst.
Die Stadtkirche St. Veit steht als Kulturdenkmal unter dem Schutz des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg und gehört zum Kirchenbezirk Böblingen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
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