SymbolbildBild: Hamachidori · CC BY-SA 3.0
Die Stadtgärtnerei in Waldshut-Tiengen am Jahnweg verabschiedet ihre Japanische Faserbanane. Die Pflanze steht dort seit etwa 25 Jahren. Sie muss weichen, weil ein neues Betriebsgebäude gebaut wird. Die Banane wird aber nicht vernichtet. Sie bekommt einen neuen Standort.
Die Pflanze des Monats November ist die Japanische Faserbanane. Die Pflanze heißt auch Musa basjoo. Sie stammt ursprünglich aus der Region Sichuan in Südwestchina. Die Bananenstaude gehört zu den robustesten Bananenarten. Sie verträgt Kälte und wächst auch hier im Freiland mit Winterschutz. Die Pflanze kann in einer Saison drei bis vier Meter hoch werden.
Die Bananenstaude ist kein Baum, sondern eine Staude. Der scheinbare Stamm besteht aus vielen übereinanderliegenden Blattstielen. Er ist nicht verholzt. Unter der Erde hat die Pflanze ein Rhizom. Dieses Speicherorgan speichert Nährstoffe. Aus dem Rhizom wachsen neue Schösslinge. So breitet sich die Pflanze aus und bildet größere Gruppen.
Die Pflanze kann bei uns auch blühen. Nach einigen Jahren wachsen Blüten und manchmal kleine Bananen. Diese Bananen sind nicht süß wie aus dem Supermarkt. Die Blüten sind für Insekten interessant. Bienen suchen dort Nektar.
Wer die Pflanze im Garten pflanzen will, braucht einen windgeschützten Platz. Die Blätter reißen bei starkem Wind. Der Boden soll nährstoffreich und feucht sein, aber keine Staunässe haben. Die Pflanze mag Sonne oder Halbschatten. Winterschutz ist wichtig. Dafür stellt man ein Drahtgestell auf und füllt es mit trockenem Laub. Reisig oder Vlies schützen vor Nässe. Im Frühjahr entfernt man den Schutz und schneidet abgestorbene Teile zurück. Dann wächst die Pflanze schnell.
Die Bananenstaude hat 25 Jahre Wind und Wetter getrotzt. Sie ist ein echter Blickfang. Wer sie vor dem Umzug sehen will, kann bei der Stadtgärtnerei am Jahnweg vorbeischauen. Die nächste Ausgabe der Pflanze des Monats erscheint am 8. Dezember.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.