SymbolbildBild: joergens.mi · CC BY-SA 3.0
Landkreis Ravensburg erlässt eine Allgemeinverfügung gegen den Japankäfer. Die Regel gilt ab sofort in Teilen von Wangen und Achberg. Die Maßnahme soll die Ausbreitung des Käfers stoppen.
Der Japankäfer stammt aus Asien und hat keine Feinde in Europa. Er frisst an über 400 Pflanzenarten und schadet so Gärten und Landwirtschaft. Die Larven schädigen die Wurzeln im Boden. Im Umkreis von Lindau wurden mehr als 50 Käfer gefangen. Deshalb gibt es jetzt eine Befallszone mit einem Radius von einem Kilometer und eine fünf Kilometer große Pufferzone. Die Pufferzone reicht auch in den Landkreis Ravensburg hinein.
In der Pufferzone gelten wichtige Regeln. Vom 1. Juni bis 30. September dürfen keine Pflanzenreste oder Grünabfälle aus der Zone gebracht werden. Oberboden bis 30 Zentimeter Tiefe darf das ganze Jahr nicht aus der Zone transportiert werden. Das Aufstellen von Fallen mit Lockstoffen für den Japankäfer ist verboten.
Die Bevölkerung soll Japankäfer melden. Der Käfer ist etwa einen Zentimeter groß. Er hat einen metallisch-grünen Kopf und braune Flügeldecken. An seinem Körper sind fünf weiße Haarbüschel an jeder Seite und zwei größere am Ende. Wer einen Käfer sieht, soll ihn fotografieren oder sicher in einem verschlossenen Gefäß aufbewahren. Die Meldung erfolgt per E-Mail an das Landwirtschaftsamt oder das Technologiezentrum Augustenberg.
Der Japankäfer ist ein Schädling aus Asien. Er ist in Europa neu und hat keine natürlichen Feinde. Die EU stuft ihn als Quarantäneschädling ein. Das bedeutet, dass er besonders bekämpft wird, um Schäden an Pflanzen zu verhindern. Allgemeinverfügungen sind Regeln, die Behörden schnell erlassen können. Sie gelten für bestimmte Gebiete und sollen die Verbreitung von Schädlingen stoppen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.