Neun neue Mitfahrbänkle stehen jetzt in Wangen im Allgäu und Umgebung. Die Bänkle befinden sich in Wangen, Leupolz, Karsee, Herfatz, Vogt und Kißlegg. Die Übergabe fand mit Vertretern der Orte und der Regionalentwicklung Württembergisches Allgäu statt.
Die Mitfahrbänkle sind eine neue Art Autostopp. Wer kein Busangebot hat, holt an einem Anzeiger eine Tafel mit dem Zielort. Dann setzt man sich auf die Bank. Freiwillige Fahrer können anhalten und Mitfahrende mitnehmen. Das System basiert auf Freiwilligkeit. Niemand muss mitfahren oder jemanden mitnehmen.
Josef Müller, Ortsvorsteher in Leupolz, erzählt von einem bekannten Einwohner. Der setzte sich auf ein Mitfahrbänkli, wartete eine Minute und fuhr dann mit. Viele Menschen haben sich bereit erklärt, Mitfahrende mitzunehmen. Die Nutzung ist ab 16 Jahren empfohlen. Autofahrer sollen keine jüngeren Kinder mitnehmen.
Die Mitfahrbänkle stehen an diesen Orten: In Wangen am Alten Feuerwehrhaus und am Kreisverkehr beim Ärztehaus. In Leupolz beim Kiene Stadel und am Parkplatz am Ortsausgang Richtung Kißlegg. In Karsee an den Bushaltestellen Pfarrstadel und Vogter Straße. In Herfatz an der Bushaltestelle. In Vogt am Kreisverkehr. In Kißlegg am Ortsausgang Richtung Leupolz und an der Kreuzung Säntisweg/Franz-Erler-Straße.
Bei der Nutzung sollen sich alle sicher fühlen. Wer unsicher ist, soll nicht einsteigen oder mitnehmen. Bei einem Unfall gilt die Haftpflichtversicherung des Fahrzeugs. Die Nutzung geschieht auf eigene Gefahr.
Das Projekt entstand in Karsee und Leupolz und wurde mit mehreren Gemeinden umgesetzt. Die Finanzierung kam unter anderem von Bürgermeister Peter Smigoc aus Vogt. Das Regionalbudget der Regionalentwicklung Württembergisches Allgäu unterstützte das Projekt. Bürgermeister Dieter Krattenmacher aus Kißlegg lobte das Programm. Er sagte, das Geld helfe ohne große Bürokratie. Die Mitfahrbänkle sollen den Menschen im Alltag helfen und weiter bekannt gemacht werden.
Das Mitfahrbänkli ist eine einfache Möglichkeit, die Mobilität in kleinen Orten zu verbessern. Es hilft Menschen, die keinen Bus bekommen oder kein eigenes Auto haben. Das System setzt auf gegenseitige Hilfe und Vertrauen. Die Nutzung ist freiwillig und soll sicher sein. Solche Projekte fördern die Gemeinschaft und können Wege verkürzen. Die Haftpflichtversicherung schützt bei Unfällen die Mitfahrenden über den Fahrer des Autos.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.