SymbolbildBild: Stefan Oemisch · CC BY-SA 4.0
Renaturierung im Degermoos startet am Kohlbrunnenweiher
Die Moorrenaturierung im Degermoos geht weiter. Die Arbeiten konzentrieren sich jetzt auf den Kohlbrunnenweiher. Dieser Bereich liegt im Naturschutzgebiet Rotasweiher-Degermoos im Landkreis Ravensburg. Die Umsetzung soll im kommenden Jahr beginnen. Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg unterstützt das Projekt mit 170.000 Euro.
Wasser zurückhalten für den Moorschutz
Das Ziel ist, den Niedermoorkörper zu stabilisieren und bedrohten Moorarten wie Fadenwurzel-Segge, Langblättrigem Sonnentau und Großer Moosjungfer einen besseren Lebensraum zu bieten. Im Gebiet gibt es wertvolle Biotope wie Pfeifengras-Streuwiesen und natürliche Übergangsmoore. Bisher entwässern Gräben das Moor zu stark. Die Entwässerung soll verringert werden. So bleibt mehr Wasser im Moor und die Landschaft wird wieder feuchter.
Erfahrungen aus dem benachbarten Rotasweiher zeigen den Erfolg
Im benachbarten Abschnitt Rotasweiher wurden schon Holzspundwände in Entwässerungsgräben eingebaut. Diese stoppen das Wasser und halten es länger im Moor. Der trockene Sommer hat gezeigt, wie wichtig Wasserrückhalt für den Moorschutz ist. Das Moor kann Wasser speichern, den Grundwasserstand erhöhen und die Umgebung kühlen. Auf bayerischer Seite läuft die fünfte von zehn Maßnahmen. Beide Bundesländer arbeiten eng zusammen. Die bisherigen Arbeiten helfen, das Moor wieder feuchter zu machen.
Das Degermoos liegt zwischen Neuravensburg und der bayerischen Grenze. Die Moorrenaturierung ist Teil eines größeren Schutzprojekts für das Gebiet. Moore sind wichtige Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere. Sie speichern Wasser und binden Kohlenstoff. Entwässerung durch Gräben schadet dem Moor und bedroht die Artenvielfalt. Renaturierung bedeutet, das Moor wieder feucht zu machen und die Natur zu schützen. Dabei arbeitet die Verwaltung mit Naturschutzorganisationen zusammen.
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