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Weinheim plant ein neues Lager für seine Museumsobjekte. Die Stadt will ab dem 1. Juli 2027 eine Industriehalle im Hammerweg 20 anmieten. Dort sollen rund 40 000 historische Gegenstände besser geschützt und zusammengeführt werden.
Die Sammlung ist bisher an sechs Orten verteilt. Die aktuelle Lagerung ist oft feucht oder schädlich für die Objekte. Die Landesstelle für Museen Baden-Württemberg fand im Deutschordenshaus Schadstoffe und Schädlinge. In anderen Depots lagern Objekte neben Streusalz oder in feuchter Luft. Das neue Depot soll diese Probleme beheben.
Die Halle hat etwa 670 Quadratmeter Fläche. Die jährliche Miete inklusive Nebenkosten beträgt rund 46 000 Euro. Strom und Heizung kommen noch dazu. Der Mietvertrag soll zunächst drei Jahre laufen. Eine Verlängerung ist möglich. Die Stadt will außerdem die Sammlung digital erfassen. Jedes Objekt bekommt einen festen Platz und eine genaue Beschreibung.
Das neue Depot verbessert das Klima und die Sicherheit für die Objekte. Es ist auch wichtig für eine spätere Sanierung des Museums. Dann könnte die Dauerausstellung ausgelagert werden. Die Stadt sieht das Mietangebot als günstig. Die Kaltmiete liegt deutlich unter den üblichen Preisen für Lagerflächen in Weinheim. Allerdings braucht die Halle noch Verbesserungen beim Einbruchschutz, UV-Schutz und der Klimatisierung.
Oberbürgermeister Michael Möslang denkt langfristig an eine eigene Lösung. Er schlägt eine Aufstockung des Stadtarchivs vor. So könnten Mietkosten eingespart werden. Ein solcher Bau braucht aber mehrere Jahre Planung und Bauzeit.
Die Stadt entscheidet am Mittwoch, 14. Oktober, im Hauptausschuss über die Anmietung. Die Sitzung beginnt um 19.30 Uhr im Schloss. Zuvor tagt der Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung. Dort geht es um Baugenehmigungen und Arbeitsvergaben.
Die Stadt Weinheim ist für das Museum und seine Sammlung zuständig. Die Sammlung umfasst archäologische Funde, Möbel, Gemälde und Industriegeschichte. Viele der Objekte sind sehr alt und empfindlich. Ein Museumslager ist ein spezieller Raum, der die Objekte vor Schäden schützt. Dort herrschen kontrollierte Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Die digitale Erfassung hilft dabei, den Überblick über die Sammlung zu behalten. So weiß die Stadt genau, wo sich jedes Stück befindet und wie es geschützt wird.
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