SymbolbildBild: Mdb2019 · CC BY-SA 4.0
Weinheim baut seine Rolle als kulturelles Zentrum aus. Tobias Schindler, Leiter des Kulturbüros, gab im Kulturausschuss erste Einblicke in das Kulturprogramm 2027. Die Bürgerinnen und Bürger erfahren mehr am 12. November um 17 Uhr im Bürgersaal des Alten Rathauses bei einer öffentlichen Präsentation.
Das Kulturjahr 2027 prägen zwei Jubiläen. Im April feiert Baden-Württemberg sein 75-jähriges Bestehen. Weinheim begleitet das mit einem kleinen Festival und einer Popnacht mit jungen Künstlern der Mannheimer Pop-Akademie. Im September feiert die Weinheimer Stadthalle ihren 100. Geburtstag. Es gibt ein Veranstaltungswochenende mit Festakt und Tanzabend. Die Stadthalle wird beim Kultursommer 2027 wichtiger, weil der Schlosshof saniert wird. Der Kultursommer wandert durch Stadt und Ortsteile. Am Platz am Blauen Hut gibt es vor allem Familien- und Kinderprogramm. Die Stadthalle bietet ein ganzjähriges Bühnenprogramm mit vielen Genres.
Das Programm startet mit einer Neu-Inszenierung von „Im Westen nichts Neues“. Ein weiteres Highlight ist ein Solo-Stück von Dominique Horwitz als Goethes Faust I. Kammermusik, historisches Theater und mutige Angebote wie eine Techno-Party sind geplant. Lesungen mit Profi-Schauspielern im Museum bleiben erhalten.
Der Kulturausschuss beriet auch den Rahmenplan für 2028. Der Kulturetat liegt bei rund 290.000 Euro. Die erwarteten Einnahmen betragen etwa 90.000 Euro. Die Stadt muss also rund 200.000 Euro zahlen. Acht Theaterproduktionen sind für die Stadthalle geplant. Die Zusammenarbeit mit den baden-württembergischen Landestheatern soll wachsen. Eine Aufführung mit Weinheimer Bezug ist gewünscht. Für Theater sind rund 80.000 Euro eingeplant.
Kinder und Jugendliche sollen früh für Kultur begeistert werden. Die KinderKulturKarte ermöglicht zweimal im Jahr 80 Kindern und ihren Eltern günstigen Theaterbesuch. Ein großes Kindertheater in der Vorweihnachtszeit ist geplant. Die Zusammenarbeit mit Schulen soll ausgebaut werden. Sechs Kammermusikkonzerte und ein Kinderkonzert sind vorgesehen.
Mehr Kultur soll es auch in Ortsteilen geben. Unter „Kultur vor Ort“ sind mindestens vier Veranstaltungen geplant. Theater und Popmusik sind dabei. Dafür sind 20.000 Euro vorgesehen. Der Kultursommer findet weiter im Schlosshof statt. Örtliche Künstler und Vereine sollen das Programm stärker prägen. Für den Kultursommer sind rund 50.000 Euro eingeplant.
Der Platz am Blauen Hut wird wieder zur Bühne für Kinder. Der zweite KinderKulturSommer ist für 2028 geplant mit drei Tagen Kultur für die Jüngsten. Junge Musiker bekommen mit der „Studiobühne – Die junge Bühne“ fünf Konzerte. Neue Veranstaltungsformate für gesellschaftliche Themen sind mit 25.000 Euro eingeplant.
Traditionen wie der Sommertagszug und die Martinsumzüge bleiben feste Bestandteile des Kulturkalenders. Der Kulturausschuss begrüßte die Pläne und sieht Kultur als wichtigen Standortfaktor. Die Empfehlung an den Gemeinderat lautet: Bei Kultur wird nicht gespart.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.