SymbolbildBild: Aagnverglaser · CC BY 4.0
Weinheim lädt am Dienstag, 10. November, um 19 Uhr ins Museum am Amtshausplatz ein. Alexander Boguslawski vom Förderkreis Museum berichtet dort über den Nachkriegsalltag in Weinheim. Er erzählt von Gesprächen mit Menschen, die als Kinder und Jugendliche die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten.
Am 28. März 1945 übernahmen US-amerikanische Streitkräfte die Stadt Weinheim. Die weiße Flagge wehte auf dem Rathausturm. Die Zeit des Kriegs endete. Die Menschen in Weinheim waren froh, dass die Fliegeralarme und die Angst vor Angriffen vorbei waren. Die Stadt blieb fast ganz von Bombenschäden verschont. Trotzdem begann ein langer und schwerer Weg, das Leben wieder zu ordnen.
Im Februar 1946 erschien mit Erlaubnis der Militärregierung das Wochenblatt „Die Bergstraße“. Es zeigte, wie die Menschen damals lebten. Die Anzeige suchten Wohnungen und tauschten sie. Sie boten Gemüsesetzlinge, Saatgut, Tiere und Futter zum Tausch an. Wer ein Geschäft oder eine Arztpraxis öffnete, gab das bekannt. Es gab auch Anzeigen für Heiratswünsche und Vermisste aus dem Krieg.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Das Museum lädt alle Weinheimer ein, mehr über die Zeit nach dem Krieg zu erfahren.
Die Veranstaltung zeigt, wie Menschen in Weinheim nach dem Krieg ihren Alltag neu ordneten. Das Anzeigenblatt half dabei, wichtige Dinge zu tauschen und Kontakte zu knüpfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten viele Städte und Menschen ihr Leben neu aufbauen. Ein Anzeigenblatt war eine einfache Zeitung mit vielen kleinen Mitteilungen. Es half, Angebote und Gesuche schnell zu verbreiten.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.