SymbolbildBild: Adrian Michael · Public domain
Buchen leiden, Eiche halten besser durch
Der Weinheimer Stadtwald zeigt deutliche Folgen des Klimawandels. Im Jahr 2026 gab es nur wenige Regenfälle und viel Hitze. Die Buche wirft Blätter ab und ihre Krone verdorrt. Die Eiche steht noch grün und gesund im Wald. Die Waldbegehung des Forstausschusses mit dem Forstamt Rhein-Neckar-Kreis fand an der östlichen Gemarkungsgrenze zu Hessen statt. Dort konnten die Teilnehmer sehen, wie die verschiedenen Baumarten auf die Trockenheit reagieren. Die Buchen haben die neuen Triebe vertrocknen lassen. Das Wachstum der meisten Bäume kam fast zum Stillstand. Die Eichen haben die extreme Wetterlage bisher gut überstanden. Ob sich die Bäume erholen, zeigt sich im kommenden Frühjahr.
Mischwälder sind widerstandsfähiger
Forstamtsleiter Manfred Robens erklärt, dass Mischwälder die besten Chancen im Klimawandel haben. Der Weinheimer Wald besteht aus vielen Baumarten. 27 Prozent sind Buchen, 15 Prozent Eichen und Douglasien, 13 Prozent Bergahorn. Dazu kommen Fichten, Lärchen, Eschen und Kiefern. Diese Vielfalt ist eine Stärke. Der Wald wird gezielt gepflegt. Besonders wertvolle Bäume werden markiert. Andere Bäume, die Licht und Platz nehmen, werden entfernt. So bekommen die verbleibenden Buchen mehr Licht und Raum. Sie können dann stärkere Stämme und Kronen entwickeln. Der Wald wird weniger dicht, aber stabiler. Auch die Holzqualität soll besser werden. Zukunftsbäume werden frühzeitig gepflegt, damit ihr Holz später gute Preise erzielt. Die Pflege hilft dem Wald, sich an den Klimawandel anzupassen und Holz zu liefern.
Klimawandel verändert die Forstwirtschaft
Die Fichte gilt als Verliererin des Klimawandels. Sie wurde deshalb stark eingeschlagen. Die Temperaturen steigen langfristig weiter. Die natürliche Verjüngung und Pflege des Waldes werden immer wichtiger. Die Stadt will den Wald als Lebensraum, Erholungsgebiet und Holzlieferant erhalten. Der Wald muss sich an das schnellere Klima anpassen. Der artenreiche Mischwald in Weinheim bietet gute Voraussetzungen. Die nächste Waldgeneration braucht jetzt Schutz und Förderung.
Die Waldbegehung findet jedes Jahr statt. Sie zeigt die Auswirkungen von Wetter und Klima auf die Bäume. Der Forstamtsleiter führt die Teilnehmer durch den Wald und erklärt die Pflegemaßnahmen. Mischwälder bestehen aus verschiedenen Baumarten. Sie sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Wetterextreme. Die Forstwirtschaft passt die Pflege an den Klimawandel an. Sie fördert besonders starke und gesunde Bäume. So soll der Wald auch in Zukunft stabil bleiben und Holz liefern.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.