SymbolbildBild: Silesia711 · CC BY-SA 4.0
Weinstadt hat den Haushaltsplan für das Jahr 2027 in den Gemeinderat eingebracht. Oberbürgermeister Michael Scharmann stellte den Plan am 22. Oktober 2026 vor. Die Stadt rechnet im kommenden Jahr mit einem Defizit von knapp acht Millionen Euro.
Fast 90 Prozent der Städte in Baden-Württemberg haben ein Haushaltsdefizit. Weinstadt spürt steigende Kosten durch höhere Ausgaben für Sachleistungen, Zinsen und Umlagen. Die Stadt bekommt auch neue Aufgaben von Bund und Land, die nicht ausreichend bezahlt werden. Die finanzielle Lage wird dadurch schwieriger.
Die Stadtverwaltung will die Handlungsfähigkeit sichern. Sie setzt auf konsequentes Sparen und klare Prioritäten. Es gibt keinen Plan, neue Stellen zu schaffen. Gleichzeitig will die Stadt wichtige Investitionen erhalten. Dazu gehören Schulen, Ortsmitten, Infrastruktur und Sicherheit. Für 2027 sind Investitionen von rund 9,1 Millionen Euro vorgesehen.
Der Gemeinderat berät in den nächsten Wochen über den Haushaltsplan. Die Entscheidung soll im Dezember 2026 fallen. Die Rede des Oberbürgermeisters ist auf der Webseite weinstadt.de/haushalt zu finden.
Der Haushaltsplan zeigt, wie viel Geld die Stadt ausgeben und einnehmen will. Ein Defizit bedeutet, dass die Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Dann muss die Stadt sparen oder Schulden machen. Kommunen bekommen Geld vom Bund und Land, aber oft reichen diese Mittel nicht für alle Aufgaben. Deshalb planen Städte wie Weinstadt genau, wo sie sparen und investieren. Die Gemeinderäte entscheiden über den Haushalt, damit die Stadt handlungsfähig bleibt.
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