DAI Heidelberg
Historisches Seminar
Nach dem Angriff des Deutschen Reichs auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wurden rund 1,2 Millionen Russlanddeutsche pauschal verdächtigt, mit der deutschen Wehrmacht zusammenarbeiten zu wollen. Mit Stalins Erlass vom 28. August 1941 wurde eine große Mehrheit von ihnen aus der Ukraine, dem Kaukasus und der Wolgaregion in Viehwaggons nach Sibirien und Zentralasien deportiert. Hunderttausende Frauen, Männer und Jugendliche wurden dabei für mehrere Jahre zur Zwangsarbeit in die Trudarmee eingezogen. Familien wurden von jetzt auf gleich getrennt, viele überlebten die wochenlange Verschleppung oder die schwere Arbeit unter widrigsten Bedingungen nicht. Im Mittelpunkt der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung stehen die Resilienz- und Bewältigungsstrategien der Betroffenen und ihrer Nachkommen. Wie gelang und gelingt es Familien, mit diesem schweren Erbe umzugehen? Welche Rolle spielte der Glaube dabei und wie geht man heute mit dem Thema Trauma um? Wie kann gesellschaftliche und politische Aufarbeitung aussehen?
Historisches Seminar | Mosaik Deutschland e.V.

